Warum reine Elektro-Autos zum Scheitern verurteilt sind und das Verbrenner-Aus 2035 ein Fehler

Zum 01.01.2023 waren in Deutschland 60.133.124 Fahrzeuge zugelassen. Davon waren rund 48,5 Mio. PKW, der Rest LKW, Motorräder und Sonderfahrzeuge - und 1.013.009 Fahrzeuge Elektro-Autos. Allerdings zählen je nach Definition auch Plug-in Hybride als Elektro-Auto, und von diesen waren zum 01.01.2023 rund 865.000 in Deutschland zugelassen. Wie viele tatsächlich rein elektrische Autos (BEV) zugelassen waren, konnte ich nicht konkret ermitteln. Das ist aber auch relativ unerheblich für die weiteren Ausführungen.


Der Anteil an Elektro-Autos (Pkw) betrug also umgerechnet ca. 2 % am Gesamtbestand! Das ist eine Größenordnung, die NOCH von unseren Stromnetzen - wenn auch nur gerade so - verkraftet werden kann. Dass die Situation durch ersatzlose Abschaltung der letzten Atomkraftwerke - die zusammen 4.285 Megawatt Leistung erbrachten - nicht besser wurde, dürfte soweit einleuchten.


Doch wer sind die Käufer dieser 1 Mio. Elektro-Autos? Hier trennt sich bereits die Spreu vom Weizen. Aufgrund der teils astronomisch hohen Fahrzeugpreise können sich diese Fahrzeuge im Regelfall nur sehr gut betuchte Privatpersonen leisten, ansonsten handelt es sich überwiegend um Firmenfahrzeuge, sprich Leasing. Ein Gebrauchtmarkt existiert im Prinzip noch nicht, und selbst wenn einmal ein gebrauchter Stromer angeboten wird, liegen die Preise teilweise immer noch über dem Neupreis eines Verbrenners - den sich gleichwohl auch nur die wenigsten Menschen hierzulande leisten können.


Das Durchschnittsalter der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge liegt bei 9,8 Jahren !!! Also kommt rein rechnerisch auf jede Neuwagenzulassung ein Gebrauchtwagenzulassung eines 19,6 Jahre alten Fahrzeugs. Oder anders ausgedrückt: um diesen Durchschnittswert zu erreichen, muss die Hälfte der Fahrzeuge teils deutlich über 10 Jahre alt sein. Herzlich willkommen in der Realität.


Warum die Menschen hierzulande derart alte Fahrzeuge kaufen, dürfte wohl offensichtlich sein: weil für ein neueres oder gar ein fabrikneues Fahrzeug schlichtweg kein Geld vorhanden ist. Wann und wie bzw. von was sollen also diese Menschen sich (jemals!?) ein Elektro-Auto leisten können? Wenn als Ausfluss aus der Chip-Krise während der Corona-Pandemie die Preise für Gebrauchtwaren exorbitant angestiegen sind und zwischen 33% und teils 50% über dem Niveau von vor der Pandemie liegen? Wer einmal auf den bekannten, einschlägigen Online-Portalen für Gebrauchtfahrzeuge (oder bei den Händlern selbst) nachsieht, welche Preise aktuell für 10 Jahre alte Fahrzeuge aufgerufen werden, selbst mit Kilometerständen jenseits der 250.000km, den wundert nichts mehr. Ein passabler Gebrauchter für den Führerschein-Neuling für 5.000 €? Vergessen sie es. Diese Zeiten sind vorbei.


Nun wird der Geldbeutel der hiesigen Bevölkerung bekanntlich seit einigen Jahren zusätzlich geplündert dank politischer Entscheidungen einerseits, schamloser Gier gewisser Unternehmen andererseits. Man betrachte nur einmal die vielzitierten Energiekosten. So ziemlich jeder Haushalt zahlt heute fast Doppelt so viel für Strom wie noch vor 2-3 Jahren. Die Kosten für Gas, Heizöl und Kraftstoff an der Tankstelle liegen auch weit über dem Niveau von vor der Pandemie. Und offenbar wussten wir alle nicht, dass augenscheinlich 90-95% all unserer Waren, v.a. Lebensmittel, aus der Ukraine kamen, weshalb der dortige Krieg für fast jede Preiserhöhung als Begründung herhalten muss - und fast Alles auch teils drastisch verteuert wurde.


Die Kausal-Kette geht weiter: wer bisher schon aus finanziellen Gründen nur einen Gebrauchtwagen kaufen konnte, und aufgrund der drastisch gestiegenen Lebenshaltungskosten in allen Bereichen folglich weniger (teils gar nichts mehr!) sparen kann für das nächste Auto - wie um alles in der Welt sollen diese Menschen sich jemals ein Elektro-Auto kaufen?!? Denn aufgrund der Akku-Problematik - Haltbarkeit = Ladezyklen - ist nach aktuellem Stand der Technik ohnehin kein Gebrauchtmarkt für Elektro-Autos in Sichtweite. Was nutzt es, die letzten Ersparnisse zusammenzukratzen, wenn dann kurz nach dem Kauf neue Akkus erforderlich sind und die Kosten für diese Markenübergreifend regelmäßig mit 5-stelligen Summen beziffert werden? Dieses Geld haben die Menschen schlichtweg nicht.


Zwischenfazit: alleine aufgrund der - aus meiner Sicht ohnehin übertriebenen - Neufahrzeugpreise und der aktuellen Fahrzeugtechnik haben Elektro-Autos keine Zukunft. Wir reden hier von angeblichem Umweltschutz. Wie umweltfreundlich ist es bitte, wenn ein Auto, dem ansonsten nichts fehlt, nach wenigen Jahren verschrottet werden "muss", nur weil die Akkus kaputt sind und ein Austausch dieser wirtschaftlich unrentabel?!?


Aber es gibt noch viele weitere Faktoren, warum Elektro-Autos mit aktuellem Stand der Technik keine Zukunftschance haben. Zu Beginn schrieb ich, dass hierzulande ca. 48,5 Mio. Pkw zugelassen sind. Nun mag es für Eigenheimbesitzer mit eigener Garage / Carport / Stellplatz vor dem Haus noch möglich sein, eine eigene Wallbox zu installieren, mit welcher das Fahrzeug über Nacht bequem geladen werden kann. Aber für Million von Menschen, die in großen Wohnanlagen wohnen, in Hochhäusern, in Stadtwohnungen ohne eigenen Stellplatz, ist es Stand Heute absolut unmöglich. Fahren sie doch einfach einmal Abends durch die Innenstadt einer größeren Stadt und betrachten sie, wie sich Auto an Auto drängt. Wie um Himmels willen sollen die vor Ort geladen werden? Auch können die Firmen nicht jeden Mitarbeiterparkplatz mit einer Ladestation ausstatten, zumal viele Firmen gar keine eigenen Parkplätze haben, oder zumindest nicht für jedem Mitarbeiter.


Wann und Wo also sollen die Menschen ihr Elektro-Auto laden? Die simple Antwort könnte lauten: an der Tankstelle wie bisher auch. Aber jetzt kommt die Realität ins Spiel. Nochmal: wir reden von 48,5 Mio. Pkw, die nach der Traumvorstellung einiger ideologisch verblendeter Menschen ausschließlich rein elektrisch fahren sollen. Zuzüglich weiterer knapp 12 Mio. LKW, Motorräder, Sonderfahrzeuge. Wo soll der Strom herkommen? Zumal parallel auch alle Wohnhäuser von fossilen Heizungen befreit und auf elektrische Heizung umgestellt werden sollen (Wärmepumpen sind nichts anderes als Elektroheizungen). Und gleichzeitig schalten wir ohne Not leistungsstarke Kernkraftwerke ab und verhindern den Neubau von Kernkraftwerken der neuesten Generation (die gleichzeitig auch einen Großteil des aktuellen Atommülls verstromen können und damit auch dieses Problem weitgehend lösen würden). Stattdessen wird die Kohle- und Gasverstromung hochgefahren. Umweltschutz à la GRÜNE. Ganz ehrlich: ich habe schon Patienten transportiert, die für weitaus weniger in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurden.


Zur Problematik der fehlenden Stromkapazitäten gesellen sich zwei weitere Probleme hinzu: Reichweite und Ladedauer. Welche in unmittelbarem Zusammenhang stehen. Ich fahre privat als Hauptfahrzeug einen Diesel. Reichweite: regelmäßig über 1.000 km. Die Tankstelle sieht mich also verhältnismäßig selten, und das auch nur für wenige Minuten. Gesamtdauer für Tanken und Bezahlen würde ich mit rund 5 Minuten beziffern, ich habe es ehrlicher Weise noch nie gemessen. 5 Minuten alle 1.000 km beim Diesel. Wie sieht es beim Elektro-Auto aktueller Generation aus? Da wird mit WLTP-Reichweiten von "bis zu" 500, 600 km geworben. Aber wie schon beim Kraftstoffverbrauch: WLTP und Realität haben nichts miteinander zu tun! Ich habe erst dieser Tage mehrere Diskussionen zu diesem Thema verfolgt, in welchen Fahrer von Elektro-Autos von ihren Erfahrungen berichtet haben, und auch und vor allem vom realen Verbrauch = Reichweite. Die Erkenntnis war, dass die tatsächliche, realistische Reichweite bei "normaler" Nutzung - es wird also auch das Radio benutzt, die Heizung, die Klimaanlage, die Sitzheizung etc. - bei 150 - 400 km liegt. Wobei Werte über 300km wiederum nur von sehr hochpreisigen Fahrzeugen mit entsprechend großer Batteriekapazität erreicht wurden. Also Fahrzeuge, die sich der Großteil der Bevölkerung schlicht nicht leisten kann!


Einigen wir uns auf durchschnittlich 250 km echte, realistische Reichweite. Das bedeutet, ich muss, um die 1.000km meines Diesels zu erreichen, bei 250km, bei 500km, bei 750km und abschließend auch bei 1.000km aufladen. 4 "Tankvorgänge" im Vergleich zu 1. und nun kommt das größte Problem: die Ladedauer! Diese wird oftmals mit 30 Minuten angegeben. Dass es sich hierbei um eine Ladung von 20-80% handelt, also nur 60% Aufladung, steht dann wiederum nur im Kleingedruckten daneben oder darunter. Lade ich aber nur auf 80%, erreiche ich wiederum nicht die "bis zu" km, sondern eben nur 80% davon. Auf die genannten 250km realistische durchschnittliche Reichweite bezogen heißt dies, dass ich nur 200km weit komme bis zum nächsten Laden. Da ich aber auch nicht bis "0" fahre, sondern ja 20% Restkapazität angenommen werden, fehlen erneut 50km und wir sind bei reellen 150km angelangt. Aber gut, bleiben wir dennoch bei den genannten 250km durchschnittliche Reichweite, da diese sicherlich nicht durch 20-80% Ladungen erreicht wurden, sondern hier tatsächlich einerseits wirklich vollgeladen, andererseits sicherlich auch unter 20% Restreichweite gefahren wurde bis zum nächsten Ladevorgang. Das macht dann aber eben längere Ladezeiten erforderlich als bei 20-80%, so dass wir eher 45-60 Minuten Ladezeit haben, und je nach Ladetechnik auch mehr.


4x Laden für 1.000 km = 4 Stunden Ladezeit - 1x Tanken für 1.000km = 5 Minuten. Wenn ich meine eigene Wallbox habe und über Nacht aufladen kann, ist das kein Thema. Aber wer zur Tanke oder sonstigen Lademöglichkeit fahren muss, weil er eben nicht zuhause oder in der Firma aufladen kann, der muss diesen Zeitverlust einkalkulieren. Und nicht immer ist dies mit einer produktiven Tätigkeit kombinierbar, welcher während des Ladens nachgegangen werden kann, wie z.B. einkaufen. Ich habe z.B. Verwandtschaft in Berlin und in Niedersachsen. Einfache Fahrstrecke 436 km (Berlin) und 512 km (NDS). Mit meinem Diesel kein Problem. Zuhause volltanken = 5 Minuten; hinfahren, zurückfahren, und im Falle Berlin noch genügend Restkraftstoff haben um noch 2-3 Tage in die Arbeit zu fahren. Im Fall Niedersachsen reicht es zumindest für die komplette Hin- und Rückfahrt, d.h. bis zur Tankstelle zuhause. Mit dem Elektro-Auto müsste ich in jedem Fall sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt mindestens 1x Zwischenladen (im Falle Niedersachsen vermutlich 2x) und auch am Zielort laden (erst einmal Ladestation finden bzw. haben). Das ist realer Lebenszeitverlust, den man nicht wegdiskutieren kann.


48,5 Mio Pkw. Ein Tankvorgang dauert 5 Minuten. Ein Ladevorgang zwischen 30 Minuten und 1 Stunde. Zwar gibt es bereits Hochleistungs-Ladetechniken, mit denen der Akku binnen 15 Minuten geladen werden kann, doch geht dies erheblich zu Lasten dessen Lebensdauer! Da nutzt auch nichts das Argument "wie oft nutzt man denn eine solche Ladetechnik". Behalten sie bitte immer im Hinterkopf, dass es um einen dringend notwendigen Gebrauchtfahrzeugmarkt geht. Gebrauchtfahrzeuge, bei denen der Akku das ist, was beim Verbrenner der Motor darstellt. Wenngleich mit, und das ist eben das ebenso haarsträubende wie traurige an der Geschichte, überproportional höheren Reparatur- respektive Austauschkosten. Doch dazu später mehr. Wie viele Ladestationen brauchen wir, damit jeder Autofahrer dann laden kann, wenn er muss, ohne auch noch zusätzlich darauf warten zu müssen, dass die Ladestation frei wird? Womit wir wiederum beim Thema Reichweite wären. Oftmals ist in Internet-Diskussionen zu lesen, die Reichweite wäre doch egal, man könne ja schließlich jeden Abend laden. Solche Aussagen können wohl nur von ignoranten, arroganten, ideologisch verblendeten Eigenheimbesitzern mit eigener Wallbox kommen, die glauben, ihre persönliche Lebens-, Wohn- und finanzielle Situation wäre Maßstab für die restliche Bevölkerung. Nach dem Motto: wenn ich das kann, kann das Jeder. Die Fakten und Probleme hierzu habe ich oben aber bereits dargelegt. Nein, nicht jeder Mensch kann "einfach" abends sein Auto laden, das er sich schon grundsätzlich nicht leisten kann.


Zu den Akkus selbst: es ist eigentlich die komplette moralische Bankrotterklärung für jeden selbsternannten Umweltschützer, der Elektro-Autos propagiert, wie diese Akkus gefertigt werden - respektive, wie die Rohstoffe hierfür teilweise gewonnen werden! Es sollte sich eigentlich allgemein herumgesprochen haben, dass für die Akkus sogenannte "seltene Erden" erforderlich sind, spezielle Metalle - hier insbesondere Kobalt. Und dass diese häufig mittels Kinderarbeit gewonnen werden. Indem Kinder mit den blanken Händen danach graben und hierdurch mit so vielen gesundheitsschädlichen Stoffen in Kontakt kommen, dass sie in kürzester Zeit teils schwerst erkranken. Alleine im afrikanischen Kongo sollen 40.000 Kinder in Kobaltminen arbeiten - und zwar schon Kleinkinder ab 4 Jahren!!! Durch den ständige Kontakt mit dem Kobalt kommt es zu Übelkeit, Hautirritationen und Sehproblemen, später Nierenschäden und Herzproblemen, aber auch Schäden an der Schilddrüse und dauerhaften Kopfschmerzen. Im schlimmsten Fall können die Kinder an Krebs erkranken oder an den Folgen der Kobaltvergiftung sterben. Aber was interessieren und Kinder im Kongo! Das ist weit weg, mit denen haben wir nix zu tun, und für die Deutsche Klimarettung muss man halt auch mal kongolesische (und anderen Ländern) Kinder opfern...


Bekanntlich halten die Akkus nicht ewig. Und hier sind wir nun beim Hauptproblem der aktuellen Fahrzeugtechnik angelangt. Die meisten Hersteller geben 1.000 Ladezyklen an. Rechnen sie einfach mal aus, wie lange in ihrem persönlichen Anwendungsfall der Akku halten würde. Oben schrieb ich von durchschnittlich 250 km realer Reichweite. Ich persönlich müsste damit das Fahrzeug 2-3x pro Woche laden, zuzüglich der genannten "Sonderfahrten" für Verwandtschaftsbesuche und evtl. Urlaubsfahrten. Damit käme ich auf ungefähr 150 Ladevorgänge pro Jahr, der Akku hielte also ca. 7 Jahre und müsste dann ausgetauscht werden. Manch einer fährt weniger, da mag der Akku 10 Jahre halten. Mehr halte ich aber - bei aktueller Akku-Technik - für unwahrscheinlich, die Akkus unterliegen schließlich nicht nur der Abnutzung durch Lade-/Entladezyklen, sondern auch einem Alterungsprozess. Zusätzlich gehen Ladevorgänge mit Hochstromtechnik nach wie vor erheblich zu Lasten der Lebensdauer. Eingangs schrieb ich, dass das Durchschnittsalter der hierzulande zugelassenen Fahrzeuge bei 10 Jahren liegt. Wer um alles in der Welt soll sich einen gebrauchten, 10 Jahre Stromer kaufen, bei welchem der Tausch der Akkus ansteht zu einem Preis, für den man aktuell immer noch einen neuen Verbrenner kaufen kann?!?


Aber selbst wenn: was also passiert mit einem Akku (Paket) eines Elektroautos nach erreichen der Lebensdauer? Er muss entsorgt werden. Nun behaupten die Ideologen, dass ein Akku ja schließlich bis zu 98% recycelt werden kann. Aber Hand aufs Herz: das kann und konnte eine Plastiktüte auch, und die haben wir verboten, weil zu viele davon eben gerade nicht recycelt wurden und werden. Nun ist aber das recyceln einer Plastiktüte um Längen einfacher und billiger als bei einem Auto-Akku. Die Plastikabfälle haben wir fleißig nach Afrika geschippert, weil das billiger war, als ihn zu recyceln. Und das recyceln von Plastik ist billiger als das recyceln von Auto-Akkus. Reicht ihr logischer Menschenverstand um sich auszumalen, wie viele Akkus in Zukunft tatsächlich recycelt werden und wie viele stattdessen "irgendwo" billig entsorgt werden? Wer ernsthaft glaubt, bei Auto-Akkus wäre das alles plötzlich ganz anders und hier würde aufopferungsvoll alles recycelt was nur zu recyceln geht, der ist mit Naiv noch euphemistisch beschrieben. Die Industrie will Geld verdienen. Geld verdient man auch dadurch, dass man Kosten nicht entstehen lässt oder so gut wie möglich vermeidet. Also wird man selbstverständlich die Akkus lieber nach Afrika (oder wohin auch immer) karren, wenn das billiger ist als sie ordnungsgemäß zu recyceln. Ein Stück Papier, auf dem der afrikanische Empfänger bestätigt, dass er die Akkus ordnungsgemäß entsorgen / recyceln wird, und fertig ist der Lack. Nein, wer ernsthaft glaubt, diese Auto-Akkus würden tatsächlich recycelt, der lebt in einer für mich nicht mehr greifbaren Traumwelt.


Ein paar Gedanken zur Lade-Technik. Ich frage mich schon länger, weshalb als Ladetechnik ausschließlich Stecker-in-Steckdose existiert. Vom Mobiltelefon und anderen Akku betriebenen Geräten kennen wir seit Jahren die induktive Ladung. Ich muss nur das Gerät auf die Ladestation legen, ohne einen Stecker anzuschließen. Warum gibt es nicht derlei Technik auch im Bereich Elektro-Autos? Man stelle sich vor: Parkplätze wären mit Induktionstechnik ausgestattet, und ganz automatisch, sobald ich dort parke, wird mein Auto während der Standzeit geladen. Ja ich weiß, der Ladestrom wäre deutlich geringer als über DC. Aber auch nur mit aktuellem Stand der Technik, auch hier gibt es quasi tagtäglich Weiterentwicklungen. Wenn man alleine vergleicht, welchen Ladestrom die ersten Generationen angeboten haben und was heute technisch möglich ist, dann ist induktives Laden definitiv eine Option, die man im Bereich der Elektromobilität berücksichtigen und weiterentwickeln muss. Man stelle sich vor: ein kompletter Großparkplatz vollständig mit induktiven Stellplätzen, es ist egal wo ich mich hinstelle, sobald ich dort parke wird mein Auto automatisch geladen. Und wenn es auch nur eine Teilladung wäre. Aber man bräuchte keine tausenden Ladestationen die nur an bestimmten Plätzen existieren, sondern es wäre einfach überall verfügbar. Das ließe sich jetzt sogar noch "weiterspinnen". Ganze Hauptverkehrsstraßen, Autobahnen etc. werden mit induktiver Technik ausgestattet, und solange ich dort unterwegs bin, wird mein Fahrzeug automatisch geladen, im Bestfall reicht die Energieübertragung sogar aus, mein Fahrzeug ohne meinen Akku zu betreiben oder sogar beides: ich fahre mit dem induktiven Strom UND mein Akku wird geladen.


Aber solange die Grüne Verbotspartei mit ihren ideologischen Scheuklappen sich auf eine einzige Technik fokussiert, anstatt technologieoffen der Forschung, Entwicklung und dem Fortschritt seinen natürlichen Lauf zu lassen, KANN es mit einer vernünftigen mobilen Zukunft nichts werden. Und dass es hierbei nicht um Umweltschutz per se geht, zeigt folgendes weitere Beispiel: es wurde ein "künstlicher Diesel" entwickelt, der Care-Diesel, mit dem fast alle Diesel-Fahrzeuge betrieben werden könnten. Dieser Kraftstoff würde schlagartig den CO2-Ausstoß um 65% reduzieren! Zwei Drittel! Weniger! Auch der NOx-Ausstoß würde drastisch reduziert. Die Firma Bosch als weltweit führender Hersteller von Einspritzanlagen von Kraftfahrzeugen hat hier intensiv geforscht und entwickelt. Doch wird diesem Kraftstoff die Zulassung verweigert! DENN: Kraftstoffe müssen der EN 590 entsprechen, der "künstliche Diesel", im Prinzip ein e-Fuel, entspricht jedoch der EN 15940 für paraffinische Kraftstoffe - und darf deshalb nicht an Tankstellen für Kraftfahrzeuge verkauft werden. Fällt ihnen dazu noch etwas ein? Mir schon lange nicht mehr! Auch dieses Beispiel zeigt in erschreckender Deutlichkeit, dass es mitnichten um Umweltschutz und Gesundheitsschutz geht, denn sonst würde man für einen solchen "Wunderkraftstoff" mit Handkuss eine Ausnahmegenehmigung erteilen und zusehen, dass er schnellstmöglich den aktuellen Diesel ersetzt. Und nebenbei bemerkt: folglich auch das Heizöl, das ja nichts anderes ist. Aber nein, man verbietet diesen Kraftstoff und gleichzeitig produzieren wir den Strom für die Elektro-Autos in Kohlekraftwerken. Die wir nach 7-10 Jahren "wegwerfen", weil die Akkus hinüber sind und ein Tausch dieser wirtschaftlich unrentabel ist. Umweltschutz???


Und was noch überhaupt nicht thematisiert wurde, ist das Thema Sicherheit. Ich spreche von der Brand-Problematik. Natürlich ist das kein Elekto-Auto exklusives Phänomen, natürlich brennen auch regelmäßig Verbrenner. ABER die kann man bzw. die Feuerwehr relativ einfach löschen! Ein Elektro-Auto? Vergessen sie es! Wenn die Karre brennt, dann brennt sie! Sehen sie sich einfach entsprechende Videos im Internet an, es gibt genügende. Und wenn sie das nicht glauben, wenden sie sich an ihre örtliche Feuerwehr und informieren sich dort. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass z.B. Parkhäuser, v.a. Tiefgaragen, immer häufiger die Einfahrt mit Elektro-Autos verbieten. Sogar Fähren verweigern immer häufiger den Transport von Elektro-Autos, weil im Falle eines Brandes nicht wirksam gelöscht werden könnte und damit Gefahr für die gesamte Fähre und ihre Passagiere bestünde.



All die genannten Punkte sind der Grund, warum ich persönlich das Verbrenner-Aus in 2035 und den aktuellen E-Auto-Hype für einen Fehler halte. Fassen wir zusammen:

  1. Preise für Neu-Fahrzeuge nach wie vor teils viel zu hoch
  2. kein existenter Gebrauchtmarkt, Ausfluss aus 1)
  3. Technik steckt immer noch in den Kinderschuhen
    • Reichweite
    • Ladedauer
    • Ladetechnik
    • Haltbarkeit und Austauschpreise der Akkus - führt wiederum zu 2
    • Brandgefahr bzw. Unmöglichkeit des Löschens
  4. Kinderarbeit mit Gesundheitsschädigung zur Gewinnung der seltenen Erden für die Akkus
  5. Stromnetze nicht ausreichend
  6. Kraftwerkskapazitäten nicht ausreichend
  7. Die zu entsorgenden Akkus stellen uns vor einen riesigen Berg gefährlichen, umweltschädigenden Sondermüll.


Die Menschen sind auf ihr Auto angewiesen. Abgesehen von Ausnahmen wie Supersportwagen, Oldtimer, "Spaßmobile" etc. kauf sich ja niemand ein mehrere (zehn-) tausende € kostendes Fahrzeug zum Spaß. Man braucht es, um dort, wo der ÖPNV nicht oder nicht ausreichend vorhanden ist, in die Arbeit zu kommen. In die Arbeit, die laut Gesetzgeber bzw. Gerichten eine zumutbare Entfernung von bis zu 100km hat! Die aber auch in vielen Bereichen einen Schichtbetrieb bedeutet, und wenn ich morgens um 5.45 Uhr zum Dienst antreten muss nutzt es mir nichts, wenn der erste Zug erst um 6.00 Uhr fährt. Es kann aber nun einmal nicht jeder immer in unmittelbarer Nähe zu seinem Arbeitsplatz wohnen. Wer es noch nicht mitbekommen hat, die Zeiten haben sich erheblich gewandelt. Wo der Mensch vor ca. 100 Jahren einen Aktionsradius von max. 20km um seinen Wohnort hatte, hält das Gericht heute wie gesagt einen Arbeitsweg von bis zu 100km für zumutbar. Gleichzeitig hat sich die Arbeitswelt grundlegend gewandelt. War es früher Gang und Gäbe, in ein und dem selben Betrieb seine Lehre zu absolvieren und anschließend dort bis zur Rente zu arbeiten, ist heute ein Wechsel des Arbeitgebers nach wenigen Jahren eher die Regel denn die Ausnahme. Und jedes Mal umziehen um in unmittelbarer Nähe der neuen Arbeitsstelle zu wohnen, ist vielleicht für einen Single zumutbar und sinnvoll. Doch spätestens wenn eine Partnerschaft besteht, womöglich mit Kindern, für die Kindergarten oder Schule benötigt werden, funktioniert das nun einmal nicht mehr.


Wir werden also die Zahl der Automobile nicht signifikant reduzieren können, die Menschen sind schlicht darauf angewiesen. Nicht zuletzt ist unser Wohlstand auch und gerade aufgrund der Mobilität entstanden. Wollen wir Lebensverhältnisse wie in Nordkorea? Also ich definitiv nicht. Wer so leben möchte, der kann ja gerne dorthin auswandern. Dort findet sich der sozialistische, ja sogar kommunistische feuchte Traum eines jeden Auto-Hassers. Viel Spaß dort beim täglichen Kim-Beklatschen, weil man ansonsten im Straflager landet...


Bevor nun ein falscher Eindruck entsteht und mir Dinge unterstellt werden: ich bin natürlich nicht dagegen, die Autos umweltfreundlicher und weniger gesundheitsschädlich zu machen. Ich halte nur den aktuell eingeschlagenen Weg für absolut falsch. Sinnvolle Technik, sofern nicht politisch oder ideologisch behindert oder gar verhindert, hat sich noch immer "von selber" durchgesetzt. Ich plädiere sehr dafür, zu diesen Wurzeln zurück zu kehren. Einstmals war Deutschland das Land der Dichter und Denker. Vor allem die Denker erfreuten uns mit bahnbrechenden, teils weltweit gefragten und erfolgreichen Erfindungen. Doch seit einigen Jahren wird dies durch Lobbyisten und Ideologen behindert und verhindert. Mit der Folge dass die klugen Köpfe das Land verlassen und ihre Visionen und Erfindungen anderen Ländern zugute kommen - die diese mit Handkuss annehmen. So erreichen wir lediglich, dass Deutschland sich zurück entwickelt, wir unseren Wohlstand verlieren und irgendwann selbst der Deutsche Bürger so gestrichen die Nase voll hat, dass es zu Aufständen - auch gewalttätig! - gegen die politische Führung kommt. Wollen wir das wirklich? Also ich ganz sicher nicht. Wir sind aber leider auf kerzengeradem Weg genau dort hin. Sie bezweifeln das? Dann blicken sie doch einfach mal zu unseren Nachbarn: Frankreich. Und informieren sie sich hierbei nicht nur aus den öffentlich-rechtlichen Quellen, sondern durchaus auch einmal aus "alternativen" Quellen. Sie werden verblüfft sein!


Merke: Die Historie lehrt uns, dass Ideologie, ideologische Verblendung, ganz egal welche Farbe sie hat und wie sie heißt, NOCH NIE zu etwas Gutem geführt hat. Und hierfür ist es nicht erforderlich, dass unter dem Deckmantel der ideologischen Überzeugung Menschen ermordet werden! Nein, das ist nur die traurige Spitze einer ideologischen Verblendung bzw. wohin ideologische Verblendung führen kann. Deshalb ist Ideologie, ganz egal welche hehren Ziele sie auch vorgibt, abzulehnen.

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